Psyche des Menschen


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Die Psyche des Menschen

Die Ruhe und die Stabilität der Psyche des Menschen sind unabdingbar für ein zufriedenes, ausgeglichenes und gesundes Leben. Die allgemeine Ansicht bezeichnet die Psyche des Menschen seit langem als das Innenleben oder auch Seelenleben und dabei wie die wissenschaftliche Psychologie in Denken und Gefühlsleben unterteilt. Der Volksmund bezeichnet die Psyche auch als Atem. Für die in vielen Kulturen verbreitete Vorstellung, dass der Atem als Sitz der Lebenskraft (von daher auch der Ausdruck Lebensatem) gleichzeitig auch das Seelische anzeige oder sogar mit dem identisch sei, was als Seele des Menschen jeweils angesehen wurde. In Indien finden sich für beides Entsprechungen in den Begriffen Atman und Prana, in China gibt es die Hun-Seele und das Qi. Das erlebende Wahrnehmen, das vorstellende Erinnern vorgängiger Erfahrungen, das Träumen, spontane oder willkürliche Ausdenken oder Phantasieren möglicher oder andersartiger Erfahrungen aller nur denkbaren Art bis hin zum vielfältigen emotionalen Reagieren darauf (und gegebenenfalls damit in Zusammenhang stehendem gewohnheitsmäßigen, also gelernten Verhalten und absichtlichen oder bewussten und eventuell sogar geplanten bis strategischen Handeln). Eine gesunde Psyche benötigt die Ausgeglichenheit aus Ruhe, Anspannung und Erholung. Ruhe, wobei ich die geistige Ruhe meine, ist geprägt von Ausgeglichenheit und Zufriedenheit mit dem erreichten Stadium. Völlige Stille, wie sie etwa in einer Camera silens herrscht, wird vor allem wegen der fehlenden Reflexionen und damit fehlenden akustischen Orientierung im Raum als unangenehm und beängstigend empfunden, sie führt im Weiteren zu einer sensorischen Deprivation, wobei es aus Mangel an Außenreizen zu Halluzinationen und zu Denkstörungen kommen kann. Dies wird sogar bei Verhören, Folterungen (Weiße Folter) und zur Gehirnwäsche eingesetzt. Stille im Sinne von ruhiger Umgebung kann wegen der Abwesenheit von störenden Geräuschen beruhigend wirken, die Konzentration auf eine Tätigkeit, die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden steigern. Der Mensch ist Geräuschen ausgeliefert, er agiert in seiner Geräuschkulisse. Der Hörsinn ist für den Menschen nicht beeinflussbar oder abschaltbar. Stille ist eine Rahmenbedingung für vielerlei Tätigkeiten oder Bewusstseinszustände: Tätigkeiten, die vorwiegend auf den Hörsinn aufbauen, benötigen häufig Stille, obwohl sie selbst die Stille stören: Musizieren, Telefonieren etc. Stille ist auch eine Voraussetzung für die Konzentration des menschlichen Gehirns bei intensiven Denkprozessen. Pädagogen gehen davon aus, dass die Stille dem Lernprozess förderlicher ist als ablenkende Geräusche. Ebenso wird in Bibliotheken Stille geboten, um die Konzentration auf das Lesen nicht zu stören. Stille ist eine Rahmenbedingung für Entspannungszustände (z.B. autogenes Training) – Geräuschkulissen stören die Entspannung, Besinnung und Beschaulichkeit (Kontemplation). Stille spielt deshalb eine wichtige Rolle in Religion und Meditation.



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